Ein ausführlicher Gesundheitsratgeber für Senioren, Angehörige und Interessierte
Die kalte Jahreszeit bringt nicht nur Gemütlichkeit, Teestunden und Spaziergänge mit Schal und Mütze – sie ist auch die Hochsaison für Infekte. Besonders ältere Menschen spüren die körperlichen Auswirkungen einer Erkältung intensiver und sind anfälliger für Komplikationen. Doch längst geht es nicht mehr nur um den klassischen „Schnupfen“: Seit dem Ausbruch der COVID-19-Pandemie sind die Grenzen zwischen einer herkömmlichen Erkältung, der Influenza (Grippe) und einer Corona-Infektion verschwommen. Viele Symptome ähneln sich, doch die Folgen – vor allem für Seniorinnen und Senioren – können sich stark unterscheiden.
In diesem Beitrag klären wir detailliert, wie man die unterschiedlichen Infektionen voneinander unterscheiden kann, worauf speziell ältere Menschen achten sollten, und in welchen Fällen es sinnvoll ist, einen Test zu machen. Dabei spielt auch die Frage eine Rolle, wo man heute noch verlässlich einen Corona Test kaufen kann und welche Arten von Tests zur Verfügung stehen.
Warum sind Infekte im Alter besonders ernst zu nehmen?
Mit zunehmendem Lebensalter verändern sich viele körperliche Prozesse. Das Immunsystem arbeitet langsamer, die Abwehrkräfte sind geschwächt, und oft bestehen zusätzliche chronische Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-Leiden, Diabetes oder Lungenerkrankungen. All das macht ältere Menschen anfälliger für schwerere Verläufe bei viralen Infekten.
Selbst eine vermeintlich harmlose Erkältung kann sich bei geschwächten Personen zu einer Bronchitis oder Lungenentzündung entwickeln. Die Influenza und COVID-19 gelten für Seniorinnen und Senioren als Hochrisiko-Erkrankungen. Deshalb ist es wichtig, Symptome frühzeitig zu erkennen, einzuordnen und bei Bedarf medizinisch abklären zu lassen.
Drei Infektionsarten – ein Überblick
1. Die klassische Erkältung (grippaler Infekt)
Die gewöhnliche Erkältung wird durch eine Vielzahl unterschiedlicher Viren ausgelöst, am häufigsten durch Rhinoviren. Sie verläuft in den meisten Fällen mild, beginnt schleichend und dauert etwa eine Woche. Typisch sind:
- Kratzen im Hals, leichte Halsschmerzen
- Schnupfen mit laufender oder verstopfter Nase
- Niesen, leichtes Hüsteln
- Geringe Temperaturerhöhung
- Allgemeine Mattigkeit
Eine Erkältung beeinträchtigt meist nicht das Allgemeinbefinden in schwerem Maße. Allerdings kann sie bei älteren Menschen dennoch lästig und hartnäckig sein – insbesondere, wenn Schleimhäute ohnehin empfindlich oder vorgeschädigt sind.
2. Die echte Grippe (Influenza)
Im Gegensatz zur Erkältung ist die Grippe eine schwere Virusinfektion, die von Influenzaviren ausgelöst wird. Sie tritt plötzlich und heftig auf. Die wichtigsten Symptome sind:
- Plötzlicher hoher Fieberanstieg (oft über 38,5 °C)
- Starke Kopf- und Gliederschmerzen
- Tiefer, trockener Husten
- Ausgeprägtes Krankheitsgefühl
- Schüttelfrost, Appetitlosigkeit
- Oft länger andauernde Schwäche
Die Influenza kann insbesondere bei älteren Menschen zu schweren Verläufen führen. Komplikationen wie Lungenentzündungen, Herzmuskelentzündungen oder sekundäre bakterielle Infektionen sind keine Seltenheit. Daher wird die jährliche Grippeschutzimpfung für Personen ab 60 Jahren dringend empfohlen.
3. COVID-19 (Corona-Infektion)
Auch COVID-19 wird durch Viren ausgelöst – genauer gesagt durch das Coronavirus SARS-CoV-2. Der Verlauf kann sehr unterschiedlich sein: von völlig symptomfrei bis hin zu schweren Lungenerkrankungen, Thrombosen oder Langzeitschäden. Die Symptome überschneiden sich teilweise mit Grippe und Erkältung, es gibt jedoch einige typische Anzeichen:
- Trockener Reizhusten
- Fieber oder erhöhte Temperatur
- Geruchs- und Geschmacksverlust (nicht immer)
- Halsschmerzen, Kopf- und Gliederschmerzen
- Erschöpfung, Atemnot, Brustschmerzen
- In einigen Fällen: Übelkeit, Durchfall, Hautausschläge
Ältere Menschen haben bei einer Corona-Infektion ein deutlich erhöhtes Risiko für Komplikationen, auch wenn der Verlauf zunächst mild erscheint. Daher ist eine frühzeitige Diagnose entscheidend – auch um andere zu schützen und frühzeitig therapeutisch eingreifen zu können.
Wann sollte getestet werden?
Gerade weil sich die Symptome überschneiden, ist es wichtig, bei Unklarheiten auf diagnostische Hilfsmittel zurückzugreifen. Doch wann ist der richtige Zeitpunkt für einen Test?
- Bei plötzlich auftretendem Fieber oder starkem Krankheitsgefühl: Hier ist eine Abklärung sinnvoll, ob es sich um Influenza oder COVID-19 handelt.
- Bei engem Kontakt zu einer infizierten Person: Auch ohne Symptome kann eine Infektion vorliegen.
- Bei bevorstehenden Arztterminen, Therapien oder Aufenthalten in Pflegeeinrichtungen: Ein negativer Test erhöht die Sicherheit für alle Beteiligten.
- Bei ungewöhnlichen Symptomen: Zum Beispiel starkem Geruchsverlust, langanhaltender Müdigkeit oder anhaltendem Reizhusten.
In all diesen Fällen kann ein Schnelltest zu Hause erste Hinweise geben – er ersetzt jedoch keine ärztliche Diagnose. Wer einen Corona Test kaufen möchte, findet diesen in Apotheken, Online-Shops oder teilweise auch im Supermarkt. Wichtig ist, auf die CE-Zertifizierung und die Zulassung als In-vitro-Diagnostikum zu achten. Viele Tests zeigen innerhalb von 15 Minuten ein Ergebnis an und können auch bei älteren Menschen gut angewendet werden, sofern die Handhabung klar erklärt ist.
Die richtige Testauswahl: Selbsttest, Schnelltest oder PCR?
Es gibt verschiedene Arten von Tests, die je nach Situation infrage kommen:
1. Selbsttests (Laientests)
Sie sind für die Anwendung zu Hause gedacht. Die Probe wird meist aus dem vorderen Nasenbereich entnommen. Das Ergebnis ist schnell da, jedoch nicht so zuverlässig wie ein professioneller Test.
2. Schnelltests (Point-of-Care-Tests)
Sie werden in Testzentren, Arztpraxen oder Apotheken durchgeführt. Das Ergebnis liegt ebenfalls schnell vor, die Probenentnahme erfolgt jedoch meist tiefer im Nasen- oder Rachenraum, was zu höherer Genauigkeit führt.
3. PCR-Tests
Der „Goldstandard“ unter den Tests. Sie weisen selbst geringe Virusmengen zuverlässig nach. Die Auswertung erfolgt im Labor. Besonders bei Risikopatienten wie Senioren wird bei Verdacht häufig ein PCR-Test veranlasst.
Für den Alltag älterer Menschen kann ein Selbsttest eine sinnvolle Möglichkeit sein, um im Verdachtsfall schnell eine erste Einschätzung zu erhalten. Wichtig ist jedoch, sich bei einem positiven Ergebnis umgehend ärztlich beraten zu lassen.
Wie kann man sich im Alltag schützen?
Neben dem Testen spielt die Prävention eine entscheidende Rolle. Folgende Maßnahmen helfen, sich vor Infekten zu schützen:
- Regelmäßiges Händewaschen mit Seife
- Räume regelmäßig lüften
- Kontakte reduzieren bei hohem Infektionsgeschehen
- FFP2-Masken tragen in Innenräumen oder bei engem Kontakt
- Grippe- und Corona-Auffrischungsimpfungen wahrnehmen
- Gesunde Ernährung und Bewegung zur Stärkung des Immunsystems
Besonders wichtig für ältere Menschen: Frühzeitig ärztlichen Rat einholen, wenn sich Symptome zeigen – auch, wenn sie zunächst unspektakulär erscheinen.
Was tun bei positivem Testergebnis?
Ein positives Testergebnis – ob bei Grippe oder COVID-19 – bedeutet nicht automatisch einen schweren Verlauf. Entscheidend ist, wie rasch reagiert wird:
- Ruhen, viel trinken und Fieber beobachten
- Kontakt zu Hausarzt oder ärztlichem Bereitschaftsdienst aufnehmen
- Bei starken Symptomen wie Atemnot sofort medizinische Hilfe suchen
- Quarantäneregeln beachten, um andere nicht anzustecken
Viele Hausärzte bieten inzwischen auch Videosprechstunden an – eine gute Möglichkeit, sich beraten zu lassen, ohne die Wohnung verlassen zu müssen.
Fazit: Wachsam bleiben, aber gelassen handeln
In der dunklen Jahreszeit sind Infekte keine Seltenheit – besonders bei älteren Menschen. Entscheidend ist, die Unterschiede zwischen Erkältung, Grippe und COVID-19 zu kennen, die eigenen Symptome ernst zu nehmen und bei Bedarf Tests zu nutzen, um Klarheit zu gewinnen.
Wer einen Corona Test kaufen möchte, hat heutzutage viele Möglichkeiten. Wichtig ist, auf Qualität zu achten und bei Unsicherheit ärztlichen Rat einzuholen.
Die Kombination aus Eigenverantwortung, Achtsamkeit und medizinischer Unterstützung ermöglicht es auch älteren Menschen, sicher durch die Erkältungssaison zu kommen – mit dem beruhigenden Wissen, im Ernstfall schnell und richtig handeln zu können.